Der Traum am Low Stock

Der Traum am Low Stock

(Sebastian Schneeweiss von 27.3-29.32015)

 

Vor knapp 2 Wochen fragte mich mein Arbeitskollege ob ich mit ihm eine Session an einem privaten Teich machen wolle. Er erzählte mir von einer 19 ha großen klaren alten Schottergrube mit einem nicht allzugroßen aber guten Altbestand an Karpfen. Wir plauderten noch ein wenig über den Teich und dabei erfuhr ich, dass nur wenige bis garkeiner auf dem Teich aktiv auf Karpfen fischten. Nicht mal er, weil er eigentlich ein Raubfischfreak ist und sich maximal 130 Stück der begehrten Beute in dem Schotterloch befanden. Nach nicht allzulangemÜberlegen, wie ihr euch denken könnt, willigte ich ein und das Datum stand fest, es sollte von Freitag 27.3-Sonntag 29.3.2015 raus ans Wasser gehen.Endlich war es eine Woche vor dem besagten Datum und am Montag fuhren wir nach der Arbeit mal ans Wasser um uns die Spots anzusehen und mit ein paar Boilies und Partikel zu präparieren. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht als ich die se Wasserfläche vor mir liegen sah und ich dachte mir nur oje auf was hab ich mich da eingelassen. Aber als wir im Boot saßen und die vorher auf Google earth ausgekundschafteten Spots ansteuerten, verflog das Misstrauen und das  Jagdfieber in mir stieg einen dieser schuppigen Freunde zu landen. Ich wählte eine Bucht mit einer stark abfallenden Kante mit ca. 5m Tiefe, wo den ganzen Tag über die Sonne hinschien. Der Uferbereich war mit Felsen und großen Steinen befestigt, wo sich Muscheln  ansammelten. Der 2. Spot war ein Plateau von ca. 11m auf ca. 2,5m, welches auch von großen Steinen umgeben war. Ich fütterte auf jedem Spot ca. 0,5kg Boilies der Sorten Nature One, Nature Two und Fisch GLM und jeweils  3 Schaufeln Mais. Das sollte reichen da die Fische ja eigentlich kein Futter  gewöhnt waren. Die restliche Woche wollte einfach nicht vergehen und 100 Dinge schossen mir durch den Kopf: sind die Spots richtig hab ich auch, nicht zu viel gefüttert, ist die Wahl meiner Riggs und Präsentation die Richtige,…… ihr kennt das ja wohl eh alle. Endlich war der heiß ersehnte Freitag da, doch wie es so ist im Leben musste ich genau an diesem Tag länger arbeiten. Direkt von der Arbeit fuhr ich zu meinem Kollegen an den Teich der schon seit 3 Uhr nachmittags unten war. Endlich angekommen nur schnell raus mit den Ruten, der Rest kann warten. Die Rute in der Bucht fischte ich mit einem Fisch GLM Hoockbaits in 20mm und einem 16mm weißen squidpopup. Verfeinert wurde das Ganze noch mit Baitpaste und einem PVA Stick befüllt mit Fischpellets und ein paar halben Fisch GLM Kugeln. Am Plateau kam die Nature Two als Hookbait in 20mm  mit einem orangen bloodwurmpopup in 16mm zum Einsatz ebenfalls mit Baitpaste und PVA Stick. An der zweiten Rute am Plateau kam ein greller 16mm popup mit Pellets zum Einsatz. Am Plateau fischte ich eine Rute dahinter mit Subfloat in einer kleinen Rinne und den popi direkt oben am Plateau. Die Rute in der Bucht versuchte ich so gut es ging in der Steilwand abzulegen. Als wir endlich fertig waren mit rutenfahren bezogen wir die Hütte wo eine Überraschung auf mich wartete.Mein Freund hatte einen Fernseher organisiert zum Ländermatch schauen. 

Perfekt, in die Liege haun, ein Bier auf und das Warten verkürzten wir uns mit Fußball. Nach ca. 2 Stunden - piippiipiipip raus an die Ruten. Fallbiss an der Rute in der Bucht. Kontakt aufgenommen und ja er hängt ab ins Boot und ein spannender Drill begann. Nach kurzer Zeit konnte mein Freund einen schönen Schuppikeschern. Der Fisch hatte 14,9kg und wir waren echt überrascht, dass es so schnell geklappt hat. Doch kaum fertigfotografiert und der Fisch noch nicht mal releast,rannte die Rute in der kleinen Rinne ab. Ich nahm die Rute auf,  Alex lies den Karpfen schnell in sein Element zurück und wir fuhren wieder eine Runde mit dem Boot. Diesmal glitt ein Schuppi mit 10.80kg über unseren Kescher. Die Freude war riesig über diesen Start in die Session. Na dann, Ruten neu und ab in die Hütte.Es war uns ziemlich egal, dass wir die Hälfe vom Match verpasst hatten. Nach dem wir angestoßen hatten, plauderten wir noch ein wenig über das gerade erlebte. Plötzlich meldete sich die Rute in der kleinen Rinne wieder und ich stürmte raus. Ein wilder Drill begann, da der Wind zugenommen hatte. Yess!Zu unserer Freude der Nächste mit 14,10 kg im Sack.Doch zum Verschnaufen war keine Zeit.Dennwie vorher Pfiff während des Fotoshoots die Rute in der Bucht ab und wir fuhren wieder los.Doch diesmal war alles anders.Weniger Kopfstöße dafür ein gleichmäßiges Ziehen in die Tiefe.Ich sagte noch zu Alex, das muss ein Großer sein, und er lachte nur. Nach ein paar wilden und starken Fluchten endlich die Erlösung, der Fisch war im Netz. Am Ufer staunten wir nicht schlecht, die Waage zeigte 19,2kg! Jawohl, mein neuer Personal Best!Ein Jubel hallte über den See. Wir beide konnten kaum fassen, was da passierte.Wir wussten zwar, dass wenn einer anläuft, es nur ein Großer sein kann,aber so viele Fische, mit dem  hat keiner gerechnet. Die restliche Nacht und der darauffolgende Tag tat sich nichts mehr. Gegen 3 musste ich leider kurz weg. Als ich wieder kam, berichtete mir mein Freund,dass er einen 12er landen konnte an der Rute in der kleinen Rinne. Carp Nr. 5 war gelandet.Was für eine Session, der Wahnsinn, echt irre! Die Rute auf dem Plateau bestückte ich für die kommende Nacht mit einem Nature OneHoockbait und einem Faik Maiskorn.Die anderen Ruten wie gehabt. Gegen ein Uhr lief die Rute auf dem Plateau ab und es begann wieder ein spannender Drill, da der Fisch immer versuchte über die steilen Kanten hinter die großen Steine zu kommen, aber ich behielt die Oberhand und ein bulliger Schuppi mit über 17kg fand den Weg in die Maschen. Nr. 6 ich konnte mein Glück kaum fassen und 

dachte mir, dass ich träume, doch es war Realität. Am nächsten Morgen genossen wir noch ein Frühstück am Steg. Wir begannen dann allmählich mit dem Einpacken, als gegen Mittag nochmals die Rute in der kleinen Rinne ablief. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht fuhren wir dem Fisch entgegen. Dieser Fisch war voller Energie und verlangte mir einiges an Können ab. Als der Karpfen endlich die Oberfläche durchbrach traute ich meinen Augen kaum ich konnte einen der seltenenSpiegler fangen und dann noch dazu einenZeiler oder halb fulli. Wie auch immer eine echte Schönheit mit 11,2kg. Ich dachte mir nur, hoffentlich habe ich für 2015 mein Glück noch nicht verbraten und entließ denFisch nach einem shoot in sein Element. Zuhause angekommen präsentierte ich meine Fänge und lies die Tage nochmal in meinem Kopfe Revue passieren. Der blanke Wahnsinn dachte ich mir und schmunzelte. Diese Session wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und hoffentlich kann ich wieder einmal  an dieses ´wundervolleWasser.

 Petri heil und tightlines

Sebastian.

 

 

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